Von Veronika Broukal

So unterstützt du die Mobilität deiner Katze

Der Bewegungsapparat unserer Katzen muss täglich schwere Arbeit verrichten. Es sorgt dafür, dass sie unbeschwert herumtollen oder auf die höchsten Schränke springen können. In diesem Artikel verraten wir dir, wie du unnötige Schäden am Bewegungsapparat deiner Katze verhindern kannst und warum Glucosamin und Chondroitin dich dabei unterstützen können.


Was bedeutet eigentlich der Begriff „Bewegungsapparat“?

In der Medizin bezeichnet man damit die Gesamtheit aller Strukturen, die Lebewesen bei der Ausführung jeglicher Art von Bewegung unterstützen. Springen und Laufen gehören natürlich dazu, aber auch das Drehen des Kopfes wird dadurch ausgeführt. Die Rede ist also von Gelenken, Muskeln, Sehnen und Faszien. Letzteres bezeichnet übrigens die Weichteilbestandteile des Bindegewebes, das unter anderem Muskeln und Sehnen bedeckt.


Was sind Glucosamin und Chondroitin?

Diese beiden Inhaltsstoffe finden zunehmend Verwendung in der Tierernährung. Während Glucosamin aus Chitin gewonnen wird, wird zur Gewinnung von Chondroitin Knorpel verschiedener Tiere verwendet. Ersterer ist ein Aminozucker, der in Bindegewebe, Knorpel und Gelenkflüssigkeit vorkommt. Chondroitin gehört zur Gruppe der Glykosaminoglykane (GAG) und kommt natürlicherweise im Knorpelgewebe vor.


Welche Wirkung können diese beiden Stoffe auf den Bewegungsapparat haben?

Während Glucosamin beispielsweise eine entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben wird, soll sich Chondroitin positiv auf die Elastizität des Knorpels auswirken. Während es bereits viele Studien am Menschen gibt, ist dies bei Katzen leider nicht der Fall. Dennoch geben immer mehr Tierhalter ihren Katzen Glucosamin und Chondroitin.


Braucht meine Katze Unterstützung?

Gerade älteren Katzen ist es oft nicht anzumerken, dass sie Schmerzen haben. Wie kannst du feststellen, dass zum Beispiel die Hüfte deines pelzigen Freundes schmerzt? Folgende Anzeichen können darauf hinweisen:


  • Apathie
  • Aggression beim Berühren der betroffenen Stelle
  • Hinken
  • Unlust, sich zu bewegen
  • Appetitlosigkeit


Wie kannst du deiner Katze Linderung verschaffen?

Bist du unsicher, ob deine Katze Schmerzen hat? Bitte suche zuerst deinen Tierarzt auf! Dieser kann weitere Untersuchungen durchführen und die passenden Medikamente für dein Tier verschreiben. Niemand sollte mit chronischen Schmerzen leben müssen, insbesondere nicht unsere geliebten Haustiere. Selbstverständlich kannst du deinen Stubentiger zusätzlich zu seiner medizinischen Behandlung unterstützen. Folgende Tipps können hierbei helfen:


  • Bewerte das Gewicht deiner Katze. Übergewicht ist häufig ein auslösender Faktor für Krankheiten wie Arthritis, eine Entzündung eines oder mehrerer Gelenke. Besprich mit deinem Tierarzt, wie du das Körpergewicht langsam, aber stetig reduzieren kannst.
  • Pass dein Zuhause an ihre Bedürfnisse an. Dein Haustier sollte aufhören, hohe Sprünge und andere Bewegungen zu machen, die Schmerzen verursachen. Achte daher darauf, dass alle Futter- und Tränkestellen leicht zugänglich sind und genügend Liegeplätze auf niedrigem Niveau vorhanden sind. Organisiere Ihre Spielzeit außerdem so, dass deine Katze nicht dazu angeregt wird, schnell zu rennen oder beispielsweise stark mit den Pfoten abzubremsen.
  • Die richtige Unterstützung. Neben der Gabe der richtigen Medikamente, die natürlich immer an erster Stelle stehen sollte, können Glucosamin und Chondroitin den Alltag deiner Katze erleichtern. Auch eine sanfte Massage der Pfoten und des Rückens kann wohltuend sein.

Nicht nur ältere, sondern auch junge Katzen profitieren von der Unterstützung ihrer Mobilität.

 

 

 

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