Winter und Herbst is coming - so kannst du dich vorbereiten

Langsam, aber sicher neigt sich der Sommer dem Ende zu - und damit beginnt auch die Vorbereitung auf die dunklere und kühlere Jahreszeit.

Für uns Menschen bedeutet das dickere Pullover, kürzere Tage und wahrscheinlich deutlich mehr Tee oder Kaffee. Für unsere Stubentiger verändert sich ebenfalls einiges: Das Fell wird dichter, Freigänger verbringen möglicherweise weniger Zeit draußen und gemütliche Schlafplätze werden plötzlich noch interessanter.

Damit du und deine Katze gut vorbereitet in Herbst und Winter starten könnt, haben wir dir die wichtigsten Punkte einmal zusammengefasst.

Der Fellwechsel beginnt

Alle Jahre wieder: Der Fellwechsel ist da.

Mit sinkenden Temperaturen und kürzeren Tagen beginnt sich das Fell vieler Katzen zu verändern. Besonders bei Tieren mit dichter Unterwolle kann das bedeuten, dass plötzlich deutlich mehr Katzenhaare auf Sofa, Kleidung und vermutlich auch an Orten auftauchen, an denen eigentlich gar keine Katze war.

Regelmäßiges Bürsten kann dabei helfen, lose Haare zu entfernen und die Fellpflege deiner Katze zu unterstützen.

Gerade Langhaarkatzen profitieren davon, wenn Bürsten bereits Teil ihrer Routine ist. Nimm dir dafür lieber regelmäßig ein paar entspannte Minuten, statt erst dann zur Bürste zu greifen, wenn sich bereits Knoten oder Verfilzungen gebildet haben.

Ein weiterer Vorteil: Je mehr lose Haare du mit der Bürste entfernst, desto weniger davon verschluckt deine Katze bei der eigenen Fellpflege.

Wenn deine Katze Bürsten bisher eher als persönliche Beleidigung betrachtet, starte langsam. Kurze Einheiten, eine weiche Bürste und eine kleine Belohnung danach können helfen, die Fellpflege positiver zu verknüpfen.

Mehr Schlaf, mehr Gemütlichkeit?

Wenn es draußen kälter und früher dunkel wird, kann sich auch der Tagesablauf deiner Katze verändern.

Manche Katzen werden in der kalten Jahreszeit ruhiger und verbringen mehr Zeit an warmen Schlafplätzen. Trotzdem sollte eine starke oder plötzliche Veränderung bei Aktivität, Appetit oder Verhalten nicht einfach mit „Wintermodus“ erklärt werden.

Biete deiner Katze verschiedene gemütliche Rückzugsorte an - beispielsweise eine Decke auf dem Sofa, ein Katzenbett an einem geschützten Ort oder einen warmen Platz in der Nähe einer Heizung.

Achte dabei darauf, dass deine Katze selbst entscheiden kann, ob sie gerade Wärme oder lieber einen etwas kühleren Platz möchte.

Und auch wenn der Lieblingsplatz direkt auf der Heizung liegt: Sorge dafür, dass die Oberfläche nicht zu heiß wird und deine Katze jederzeit problemlos weggehen kann.

Bewegung nicht vergessen

Mehr gemütliche Stunden bedeuten nicht, dass Miez den ganzen Winter verschlafen sollte.

Gerade bei Wohnungskatzen kann es sinnvoll sein, bewusst kleine Bewegungseinheiten in den Alltag einzubauen. Spielangeln, Bälle, Fummelbretter oder kurze Jagdspiele halten Körper und Kopf beschäftigt.

Mehrere kurze Spieleinheiten über den Tag verteilt passen meist besser zum natürlichen Verhalten einer Katze als eine einzige lange Trainingseinheit.

Und seien wir ehrlich: Wenn draußen Regen gegen die Scheibe prasselt, kann eine fünfminütige Jagd nach einer Spielangel durchaus das Highlight des Nachmittags sein.

Auch im Winter gilt: Trinken nicht vergessen

Im Sommer denken wir automatisch häufiger darüber nach, ob unsere Katze ausreichend trinkt. Im Herbst und Winter sollte das Thema aber nicht komplett verschwinden.

Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme bleibt das ganze Jahr über wichtig. Nassfutter, mehrere Wasserstellen oder ein Trinkbrunnen können dabei helfen, die Wasseraufnahme zu unterstützen.

Gerade wenn die Heizung wieder regelmäßig läuft, kann außerdem die Raumluft trockener werden. Ein gut erreichbarer Wassernapf gehört deshalb weiterhin an seinen gewohnten Platz.

Was ist mit „Katzenschnupfen“?

Mit laufender Nase, tränenden Augen oder häufigem Niesen sollte man bei Katzen aufmerksam sein.

Der umgangssprachliche „Katzenschnupfen“ wird nicht einfach durch kaltes Wetter verursacht, sondern umfasst verschiedene Infektionen der oberen Atemwege, die beispielsweise durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden können. Typische Symptome sind unter anderem Nasen- und Augenausfluss, Niesen, Husten, Abgeschlagenheit und verminderter Appetit.

Wenn deine Katze auffällige Symptome zeigt, schlecht frisst oder Schwierigkeiten beim Atmen hat, solltest du sie tierärztlich untersuchen lassen.

Besonders Atemnot ist immer ein Grund, schnell zu handeln.

Unterkühlung: Besonders für Freigänger ein Risiko

Gesunde Wohnungskatzen sind bei normalen Raumtemperaturen meist gut geschützt. Anders sieht es bei Katzen aus, die längere Zeit draußen verbringen.

Niedrige Temperaturen, Wind sowie Schnee und Nässe können das Risiko für Unterkühlung und Erfrierungen erhöhen. Besonders ältere, sehr junge, kranke oder sehr schlanke Katzen können empfindlicher reagieren.

Freigänger sollten deshalb jederzeit die Möglichkeit haben, einen trockenen und geschützten Ort aufzusuchen.

Wirkt deine Katze nach einem Aufenthalt draußen ungewöhnlich schwach, apathisch oder stark ausgekühlt, sollte sie möglichst schnell tierärztlich untersucht werden.

Freigängerkatzen aufgepasst!

Der Herbst kann für Freigänger wunderschön sein.

Raschelndes Laub, neue Gerüche und kühlere Temperaturen machen die Umgebung noch einmal besonders spannend. Gleichzeitig kommen mit Herbst und Winter einige Gefahren hinzu, die Katzeneltern im Blick behalten sollten.

Ein paar Dinge sind besonders wichtig:

Achte darauf, dass deine Katze auch draußen Zugang zu einem trockenen, windgeschützten Rückzugsort hat. Wasser sollte regelmäßig kontrolliert werden, damit es bei Frost nicht einfriert.

Auch Autos werden in der kalten Jahreszeit interessanter. Warme Motorbereiche können Tiere anlocken. Bevor du losfährst, kann ein kurzer Blick oder Klopfen auf die Motorhaube sinnvoll sein.

Besonders gefährlich ist außerdem Frostschutzmittel. Einige Produkte können für Katzen bereits in kleinen Mengen hochgiftig sein. Verschüttete Flüssigkeiten sollten deshalb sofort beseitigt und entsprechende Produkte sicher verschlossen gelagert werden.

Herbstpflanzen: Nicht alles, was hübsch aussieht, gehört in Katzennähe

Mit der neuen Jahreszeit ziehen häufig auch neue Pflanzen, Sträuße und Dekorationen ins Haus.

Nicht jede Pflanze ist für Katzen ungefährlich. Informiere dich deshalb immer, bevor du Herbst- oder Winterpflanzen an einen Ort stellst, den deine Katze erreichen kann.

Das gilt besonders für Haushalte mit einer Samtpfote, die der Meinung ist, jedes neue Blatt müsse zunächst einem ausführlichen Geschmackstest unterzogen werden.

Bei Unsicherheit oder dem Verdacht, dass deine Katze etwas Giftiges gefressen hat, solltest du tierärztlichen Rat einholen.

Und was ist mit Igeln und anderen Wildtieren?

Für Freigänger wird es im Herbst auch deshalb spannend, weil draußen viele Tiere auf Nahrungssuche oder auf dem Weg in ihr Winterquartier sind.

Grundsätzlich solltest du Wildtiere möglichst in Ruhe lassen und deine Katze nicht aktiv dazu ermutigen, ihnen nachzustellen.

Bei Igeln besteht beispielsweise Verletzungsgefahr durch die Stacheln, gleichzeitig können Wildtiere Parasiten tragen.

Wenn du einen Igel in deinem Garten findest, gib ihm deshalb am besten ausreichend Abstand und lass ihn seinen Weg selbst fortsetzen.

Kleine Herbst-Checkliste für Katzeneltern

Bevor es richtig kalt wird, lohnt sich ein kurzer Check:

  • Ist der Lieblingsschlafplatz warm und zugfrei?
  • Sind Bürste und Fellpflege-Routine bereit für den Fellwechsel?
  • Hat dein Freigänger einen trockenen Rückzugsort?
  • Sind giftige Pflanzen oder Chemikalien sicher verstaut?
  • Und gibt es auch an verregneten Tagen genügend Möglichkeiten zum Spielen und Beschäftigen?
  • Wenn du diese Punkte abhaken kannst, seid ihr bereits ziemlich gut auf die nächsten Monate vorbereitet.

Was erwartet dich bei uns?

Auch bei The Better Cat wird es im Herbst und Winter alles andere als langweilig.

Wie immer haben wir einiges für euch und eure Stubentiger vorbereitet. Neue Produkte, neue Ideen und ein paar Dinge, an denen wir bereits seit einer ganzen Weile arbeiten, warten darauf, endlich das Licht der Welt zu erblicken. Und tatsächlich musst du gar nicht mehr lange warten: Schon nächste Woche erwartet dich eine kleine Neuheit, auf die wir uns besonders freuen.

Mehr verraten wir an dieser Stelle noch nicht. Ein bisschen Spannung muss schließlich bleiben.

Fazit

Herbst und Winter bringen für Katzen einige Veränderungen mit sich - aber mit ein wenig Vorbereitung sind die meisten davon unkompliziert zu meistern.

Regelmäßige Fellpflege, gemütliche Rückzugsorte, ausreichend Bewegung und frisches Wasser sorgen dafür, dass deine Katze auch durch die dunklere Jahreszeit gut begleitet wird.

Für Freigänger kommen ein warmer, trockener Rückzugsort und ein besonders aufmerksamer Blick auf winterliche Gefahren hinzu.

Und ansonsten? Decke raus, Lieblingsplatz vorbereiten und akzeptieren, dass vermutlich mindestens ein Drittel davon sowieso von deiner Katze beansprucht wird.

Der Herbst kann kommen. 🐾


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