Wie zeigen Katzen ihre Liebe? 10 Zeichen, die du kennen solltest
Der Valentinstag steht vor der Tür - überall dreht sich alles um Liebe, kleine Gesten und große Gefühle. Während viele Menschen Blumensträuße oder Schokolade verschenken, zeigen Katzen ihre Zuneigung auf ganz eigene Weise. Doch wie zeigen Katzen eigentlich ihre Liebe? Und woran erkennst du, ob deine Katze dich wirklich mag?
Gerade zum Valentinstag lohnt sich ein genauer Blick auf die kleinen, oft übersehenen Zeichen, mit denen unsere Katzen uns Tag für Tag ihre Zuneigung zeigen. Denn Katzenliebe ist leise, aber ehrlich - und manchmal überraschend vielfältig.
Warum ist es so schwer, Zuneigung bei Katzen zu erkennen?

Viele Katzeneltern fragen sich: Liebt meine Katze mich eigentlich? Während Hunde ihre Freude oft ganz offen zeigen, sind Hausatzen eher ruhig und zurückhaltend. Kein Wunder also, dass viele - insbesondere Nicht-Katzenmenschen - glauben, sie seien distanziert und unnahbar.
Dabei stimmt das gar nicht: Katzen kommunizieren einfach anders. Ihre Zuneigung steckt in kleinen Gesten, einem Blick, einer Berührung - manchmal so dezent, dass man sie leicht übersieht. Auch Katzen sind echte Gefühlswesen - nur eben auf ihre Art.
So zeigen Katzen Zuneigung: die 10 wichtigsten Liebeszeichen
Wer schon mit mehreren Katzen zusammengelebt hat, weiß: Jede Samtpfote hat ihre ganz eigene Art, Liebe zu zeigen. Manche sind verschmust, andere eher zurückhaltend - aber alle haben ihre kleinen, besonderen Liebesbeweise.
Hier findest du die 10 wichtigsten Zeichen - von den klassischen, die fast jeder kennt, bis hin zu den außergewöhnlichen Liebesbeweisen:
Schnurren
Schnurren ist wohl das bekannteste und am leichtesten erkennbare Zeichen für Katzenliebe.
Dabei schnurren Katzen nicht etwa durch ein vibrierendes Zwerchfell, sondern erzeugen das Geräusch im Kehlkopf. Meist steht Schnurren für Wohlbefinden und Geborgenheit: Schon Mutterkatzen und ihre Babys schnurren beim Trinken, um sich gegenseitig durch ein leises Kontaktsignal zu beruhigen. Auch im Alltag zeigt Schnurren, dass sich deine Katze bei dir wohl und geborgen fühlt.
Aber Achtung: Katzen schnurren manchmal auch, um sich selbst zu beruhigen - zum Beispiel, wenn sie krank sind, Schmerzen haben oder sogar beim Tierarzt.
Köpfchengeben
Wenn deine Katze dir sanft ihren Kopf oder die Wange entgegenstreckt und daran reibt, zeigt sie damit mehr als nur Zuneigung: Sie besitzt an Kopf und Wangen kleine Duftdrüsen. Beim sogenannten „Bunting“ hinterlässt sie ihren individuellen Duft auf deiner Haut oder Kleidung - so markiert sie dich als „zugehörig“ und Teil ihres sicheren Reviers. Damit sendet sie dir die klare Botschaft: „Du gehörst zu mir!“.

Langsames Blinzeln („Katzenkuss“)
Wenn deine Katze dich langsam anblinzelt, ist das ein echtes Kompliment: Damit zeigt sie, dass sie dir vertraut und sich sicher fühlt.
Im Unterschied zum normalen Blinzeln hält sie dabei den Blickkontakt, schließt die Augen ganz langsam und oft besonders ausgiebig - manchmal sogar mehrmals hintereinander.
Eine angespannte oder unsichere Katze würde niemals langsam blinzeln - sie hält ihre Augen lieber weit offen, um alles im Blick zu behalten. Das langsame Blinzeln ist also ein Zeichen von Entspannung und Zuneigung. Probier’s ruhig mal aus: Wenn du langsam zurückblinzelst, versteht deine Katze das als freundliche Geste - das funktioniert manchmal sogar bei fremden Katzen!
Milchtritt oder Treten
Das rhythmische Treten mit den Vorderpfoten - oft auf einer weichen Decke, dem Schoß oder sogar auf dir - stammt noch aus der Kittenzeit. Katzenbabys massieren damit die Säugeleiste ihrer Mutter, um den Milchfluss anzuregen und sich Geborgenheit zu verschaffen. Auch erwachsene Katzen behalten dieses Verhalten bei, wenn sie sich besonders wohl und sicher fühlen. Zeigt deine Katze dir ihren Milchtritt, ist das ein echtes Zeichen von Vertrauen und Kindheitsgefühl.
Deine Nähe suchen
Katzen sind zwar Einzeljäger, aber keineswegs Einzelgänger - sie schätzen soziale Nähe, wenn sie sich sicher fühlen. In der freien Natur schlafen Katzen nur dort, wo sie sich absolut geborgen wissen. Sucht deine Katze also deine Nähe, folgt dir von Raum zu Raum oder schläft sogar auf dir, ist das ein starkes Zeichen von Vertrauen und Zuneigung. Dieses Verhalten erinnert an die enge Gemeinschaft von Katzenfamilien, die sich gegenseitig Wärme und Sicherheit geben.
Bauch zeigen
Wenn deine Katze dir ihren Bauch präsentiert, ist das ein großes Zeichen von Vertrauen. Der Bauch ist die empfindlichste Körperstelle, hier liegen alle lebenswichtigen Organe. Deshalb zeigt ihn dir deine Katze nur, wenn sie sich absolut sicher fühlt. Oft liegt sie dabei entspannt auf der Seite, die Vorderbeine angewinkelt, manchmal sogar schnurrend.
Aber Vorsicht: Nicht jede Katze möchte am Bauch gestreichelt werden! Im Spiel oder bei Aufregung kann das Bauchzeigen auch bedeuten: „Schau mal, ich könnte dich jetzt mit allen vier Pfoten und meinem Maul erwischen.“
Es ist also ein doppeldeutiges Signal: entweder Einladung zur Nähe oder Ausdruck von Spiellust oder Verteidigungsbereitschaft.
Köpfchenstoßen
Beim Köpfchenstoßen kommt deine Katze ganz nah und gibt dir mit der Stirn einen kleinen, manchmal überraschend kräftigen Schubs - oft direkt ans Kinn, an die Hand oder ans Bein. Dieses Verhalten ist ein besonders inniges Signal und wird auch unter Katzen gezeigt, etwa zwischen Mutter und Jungtier oder engen Katzenfreunden. Für Katzen ist das Köpfchenstoßen eine echte Vertrauensgeste und zugleich ein liebevolles „Hallo“.
Soziale Fellpflege & zarte Liebesbisse
Leckt deine Katze deine Hand oder dein Gesicht, zeigt sie damit ein Verhalten, das eigentlich aus der sozialen Fellpflege unter Katzen stammt. Katzen, die sich mögen, putzen sich gegenseitig im Gesicht und an schwer erreichbaren Stellen - das stärkt die Bindung und sorgt für Vertrauen.
Daneben gibt es noch sanfte, kurze Liebesbisse: Diese kleinen Zwicker sind meist ganz vorsichtig und tun nicht weh - im Gegensatz zu echten Bissen, die schmerzhaft und deutlich aggressiver sind. Diese vorsichtigen Knabberer gehören zur sozialen Fellpflege und drücken so Nähe, Vertrautheit oder ein sanftes „jetzt reicht’s“ aus.
„Geschenke“ bringen
Wenn deine Katze dir eine Maus, ein Spielzeug oder sogar deine Socken anschleppt, steckt dahinter echte Wertschätzung. In der Katzenwelt bringen Mutterkatzen ihren Jungen Beute, um ihnen das Jagen beizubringen oder für sie zu sorgen. Überträgt deine Katze dieses Verhalten auf dich, sieht sie dich als Teil ihrer Familie. So möchte sie dir zeigen, dass sie für dich sorgt oder dich am Jagderfolg teilhaben lässt.
Auch wenn das Geschenk manchmal etwas gewöhnungsbedürftig ist: Für deine Katze ist es eine besondere Liebesgeste.

Sprechen
Katzen kommunizieren untereinander meist mit Körpersprache - Laute wie Fauchen oder Knurren sind eher für Konfliktsituationen reserviert. Spannend: Viele Katzen entwickeln für ihre Menschen ganz eigene „Wörter“ - vom sanften Miauen bis hin zu gurrenden Lauten, die fast wie ein Gespräch wirken.
Diese verbale Kommunikation ist ein Zeichen dafür, dass deine Katze dich als sozialen Partner sieht und sich gern mit dir austauscht. Wenn deine Katze also mit dir „spricht“, schenkt sie dir damit positive Aufmerksamkeit und eine besondere Form von Zuneigung.
Wie kann ich die Zuneigung meiner Katze stärken?
Bei Katzen zählt echte Beziehung statt erzwungener Nähe.
Verbringe bewusst Zeit mit deiner Samtpfote, ohne ihre Aufmerksamkeit einzufordern. Setz dich ruhig mal mit einem Buch auf die Couch und lass sie selbst entscheiden, ob sie zu dir kommt. Wenn sie dir ihre Liebeszeichen schenkt - zum Beispiel ihren Bauch zeigt oder langsam blinzelt - geh liebevoll und vorsichtig darauf ein.
Ihre Zuneigung und ihr Vertrauen wachsen, wenn du ihre kleinen Gesten wahrnimmst und sie nicht übergehst. So lernt deine Katze, dass ihre Gefühle verstanden und auch erwidert werden.
Jede Katze ist - und liebt - anders
Katzen sind Individualisten und genau das macht sie so besonders. Wer lernt, die kleinen Zeichen von Zuneigung zu erkennen, wird mit einer tiefen, ehrlichen Beziehung belohnt. Beobachte deine Katze aufmerksam, gehe auf ihre Bedürfnisse ein und genieße jeden Moment eurer gemeinsamen Zeit. So wird aus der Frage „Wie zeigen Katzen ihre Liebe?“ ganz schnell ein „Ich weiß, dass meine Katze mich liebt“.
Über die Autorin

Larissa Csanády ist Tierärztin. Sie hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München von 2014 bis 2020 studiert. Sie hat außerdem mehrere Jahre Erfahrung in einer Kleintierpraxis. Nach Erhalt ihrer Approbation startete Larissa in einer Gemischtpraxis im Berchtesgadener Land. Zeitgleich entwickelte sie eine Liebe fürs Schreiben.
Deshalb hat sie Ende 2022 die Lambda Wortmanufaktur als spezialisierte Textagentur für Tiermedizin, Medizin und Tiertexte gegründet.
Übrigens
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