Winter-Wellness für Katzen - Mit der richtigen Winter-Pflege durch die kalte Jahreszeit

Draußen ist es nass, grau und meist alles andere als ein Winterwunderland - mitten in der kalten Jahreszeit machen es sich unsere Stubentiger am liebsten drinnen gemütlich. Gerade jetzt freuen sich Samtpfoten über ein bisschen Extra-Aufmerksamkeit und kleine Wellness-Momente. Mit einer passenden Winter-Pflege sorgst du dafür, dass deine Katze auch bei Schmuddelwetter gesund, zufrieden und rundum wohl bleibt - und entspannt ins neue Jahr startet.

Was macht den Winter besonders?

Im Winter ist auch für unsere Stubentiger vieles anders: Es ist früher dunkel, draußen kühl und oft ungemütlich. Viele Katzen - egal ob reine Wohnungstiger oder kleine Abenteurer mit Freigang - verbringen deutlich mehr Zeit drinnen. Die Lust auf ausgiebige Streifzüge oder wilde Jagdspiele draußen hält sich bei Nieselregen und Kälte meist in Grenzen. Stattdessen stehen gemütliche Nickerchen, ausgedehntes Dösen und Kuscheln auf dem Lieblingsplatz ganz oben auf der Wunschliste deiner Samtpfote.

Gerade jetzt ist der richtige Moment, deine Pflegeroutine ein bisschen anzupassen und für Extra-Wellness zu sorgen.

Die perfekte Winter-Pflegeroutine für deine Katze

Vor allem im Winter freut sich deine Samtpfote über ein bisschen Extra-Pflege. Schon kleine Veränderungen in eurer Routine sorgen dafür, dass dein Stubentiger sich rundum wohl und fit fühlt 

2.1 Fellpflege im Winter: Glänzendes Fell trotz Winterpelz

Im Winter legen viele Stubentiger einen besonders dichten Pelz zu - manche mehr, manche weniger. Gerade jetzt lohnt es sich, beim Bürsten genauer hinzuschauen: Hat deine Samtpfote plötzlich mehr Unterwolle als sonst? Dann kann es sinnvoll sein, statt der üblichen Bürste mal zu einer speziellen Unterwollebürste zu greifen, selbst bei normalerweise pflegeleichten Kurzhaarkatzen. Das hilft, lose Haare und überschüssige Unterwolle zu entfernen und beugt Verfilzungen vor.

Regelmäßiges Bürsten verteilt außerdem wichtige Hautfette und sorgt für ein glänzendes, gesundes Fell - ganz nebenbei genießt deine Fellnase die Extra-Einheit Aufmerksamkeit. Und wer weiß: Vielleicht entwickelt sich das Bürsten im Winter sogar zum kleinen Wellness-Ritual für euch beide!

Krallenpflege bei weniger Bewegung

Im Winter werden viele Stubentiger und auch Freigänger etwas bequemer - ausgedehnte Kletter- und Jagdausflüge draußen stehen seltener auf dem Programm. Gerade das Klettern, Kratzen an Bäumen oder das Reviermarkieren sorgt normalerweise dafür, dass sich die Krallen natürlich abnutzen. Fehlen diese Aktivitäten im Winter, werden die Krallen oft schneller zu lang - daher lohnt sich jetzt ein regelmäßiger Krallen-Check, egal ob bei Sofalöwen oder Outdoor-Abenteurern. Falls die Krallen trotzdem zu lang werden, kannst du sie vorsichtig selbst kürzen oder beim Tierarzt nachhelfen lassen.

Ein kleiner Extra-Tipp: Schau dir bei der Gelegenheit auch gleich die Kratzbäume oder -bretter an: Sind sie schon ziemlich abgenutzt oder werden kaum noch verwendet? Neue Kratzmöbel oder frisches Sisal am Kratzbaum wecken schnell wieder das Interesse deiner Samtpfote - und schon werden die Krallen fleißig genutzt!

Genug Wasser - Auch im Winter ein Muss!

Nicht nur uns, sondern auch unseren Samtpfoten macht die trockene Heizungsluft im Winter zu schaffen. Damit deine Katze genug trinkt, stelle am besten mehrere Wassernäpfe auf oder probiere einen Trinkbrunnen aus - das animiert viele Stubentiger zusätzlich. 

Was du über das Thema „Heizungsluft für Katzen“ wissen musst und du Probleme wie du gereizte Schleimhäute vermeidest, erfährst du übrigens in unserem Blogartikel „Katze dehydriert durch Heizung? 6 Tipps für die Heizsaison“.

Änderung im Futternapf - Auf Winterration umstellen!

Wenn deine Fellnase im Winter weniger draußen unterwegs ist und eher zum gemütlichen Dösen neigt, kann es sinnvoll sein, die Futtermenge etwas anzupassen. Kleinere Portionen oder ein paar Kalorien weniger sorgen dafür, dass dein Stubentiger nicht unbemerkt zunimmt. Aktive Katzen oder Freigänger, die auch bei Minusgraden draußen herumstromern, brauchen dagegen meist keine Änderung - sie verbrauchen weiterhin ordentlich Energie. Kleine Leckerbissen zwischendurch sind natürlich erlaubt, aber immer alles in Maßen!

Beschäftigung & Bewegung trotz Winterblues

Nicht nur wir Menschen kennen das: Im Winter schlägt das graue Wetter manchmal aufs Gemüt - und auch unsere Samtpfoten können vom Winterblues betroffen sein. Weniger Freigang, lange Abende und wenig Abwechslung führen schnell zu Langeweile und kleinen Trübsal-Phasen bei deiner Katze. Aber keine Sorge, du kannst aktiv gegensteuern!

Neue Reize und kreative Beschäftigungsideen bringen Schwung in den Alltag deines Stubentigers. Fummelbretter, Kartons, Papierbälle oder selbst gebastelte Intelligenzspiele sorgen für Abwechslung. Auch Clickertraining oder kleine Suchspiele mit Leckerchen machen vielen Katzen Spaß und fordern sie geistig. Gemeinsame Spielzeiten stärken nicht nur die Bindung zwischen dir und deiner Fellnase, sondern vertreiben auch den Winterblues im Handumdrehen.

Probier ruhig öfter mal etwas Neues aus - viele Katzen lieben es, wenn ihr Alltag ein bisschen aufgemischt wird!

Kuschelige Rückzugsorte schaffen

Im Winter sind warme, gemütliche Plätze für unsere Stubentiger einfach unbezahlbar. Viele Katzen lieben es, auf dem Fensterbrett zu liegen oder ihren Lieblingskarton zu besetzen - auch wenn es dort manchmal ganz schön frisch werden kann. Mit ein paar extra Decken oder einem kuscheligen Kissen kannst du selbst kühle Lieblingsplätze schnell winterfest machen.

Besonders beliebt sind Schlafplätze in der Nähe der Heizung (aber bitte mit genügend Abstand!) oder an sonnigen Ecken. Achte darauf, dass es nicht zieht und gönn deiner Samtpfote ruhig mal ein Update für ihr Schlafparadies - vielleicht sogar mit einer beheizbaren Katzenliege für echte Frostbeulen und Katzensenioren.

Was bringt den extra Wohlfühlfaktor und was nicht?

Wenn es um „Wellness“ für Katzen geht, braucht es keinen Schnickschnack oder teure Extras. Was unsere Stubentiger im Winter wirklich glücklich macht, sind oft die einfachen Dinge: mehr Zeit mit dir, gemütliche Streicheleinheiten oder spannende Spielrunden.

Gerade jetzt freuen sich viele Katzen über ausgedehnte Schmuseeinheiten auf dem Sofa - besonders ältere Samtpfoten genießen die Nähe und Wärme. Jüngere oder sehr aktive Fellnasen kannst du mit neuen Spielideen oder einem frischen Spielzeug begeistern. Das sorgt für Bewegung und hält Körper und Geist fit.

Extra-Leckerlies oder Wellness-Snacks sind im Winter gut gemeint, aber nicht nötig - im Gegenteil: Zu viele Naschereien schlagen schnell auf die Hüften. Lieber ein bisschen mehr gemeinsame Zeit, Aufmerksamkeit und Abwechslung im Alltag, das ist für deine Katze echte Winter-Wellness.

Perfekt für den Jahresbeginn: Gesundheitscheck für deine Katze

Neues Jahr, neue Vorsätze - warum nicht auch für deinen Stubentiger? Der Jahresbeginn ist der perfekte Zeitpunkt, um den Gesundheitscheck beim Tierarzt fest einzuplanen. Denn Hand aufs Herz: Sobald der Alltag wieder Fahrt aufnimmt, rutscht der Tierarztbesuch schnell nach hinten auf der To-do-Liste. Wer gleich zu Jahresbeginn einen Termin macht, hat das Thema entspannt abgehakt - und ein gutes Gefühl, bestens für die kommenden Monate vorgesorgt zu haben.


Beim Check-up sollten folgende Punkte angeschaut werden:

  • Körperliche Untersuchung: Allgemeinzustand, Fell, Zähne, Ohren, Augen und Gewicht werden gründlich kontrolliert und auch der Körper einmal abgetastet.

  • Wiegen: Wiegen gehört zum Standard in jeder Tierarztpraxis. Wenn sich im Winter ein paar Extra-Gramm eingeschlichen haben, kann man das mal notieren und mit angepassten Rationen entgegenwirken

  • Impfstatus: Stehen dieses Jahr Impfungen an? Der Tierarzt kann dich beraten und gleich Termine festlegen.

  • Parasitenkontrolle: Besonders wichtig für Freigänger, aber auch Wohnungskatzen können betroffen sein. Daher sollte eine Parasitenüberprüfung und -behandlung zum Frühjahrsputz gehören.

  • Blutuntersuchung: Für Samtpfoten ab 8 Jahren empfiehlt sich ein jährliches Blutbild, um versteckte Krankheiten wie Nierenprobleme und Schilddrüsenüberfunktion frühzeitig zu entdecken.

  • Weitere Checks nach Bedarf: Bei Auffälligkeiten etwa bei den Zähnen lohnt sich oft eine professionelle Zahnreinigung, um spätere Probleme wie Zahnfleischentzündungen und wackelnde Zähne vorzubeugen.

Tipp: Schreib dir vor dem Tierarztbesuch ein paar Fragen auf und bring den Impfpass mit - so bist du bestens vorbereitet und vergisst nichts.


Und falls du noch mehr Inspiration für gute Neujahrsvorsätze als Katzeneltern suchst, schau gern mal in unseren Ratgeber zu Neujahrsvorsätzen für Katzenfreunde rein!

Mit Winter-Wellness und der richtigen Pflege das neue Jahr zufrieden beginnen

Ein bisschen Extra-Pflege, gemütliche Rückzugsorte und gemeinsame Zeit - so bringst du echte Winter-Wellness in den Alltag deines Stubentigers. Die wichtigsten Routinen lassen sich leicht umsetzen und machen den Unterschied, damit deine Katze gesund und zufrieden durch die kalte Jahreszeit kommt.

Und das Beste: Mit einem Gesundheitscheck gleich zu Jahresbeginn hast du da6z77s Wichtigste schon erledigt - so startet ihr beide entspannt und mit einem guten Gefühl ins neue Jahr!

 

Über die Autorin

Larissa Csanády ist Tierärztin. Sie hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München von 2014 bis 2020 studiert. Sie hat außerdem mehrere Jahre Erfahrung in einer Kleintierpraxis. Nach Erhalt ihrer Approbation startete Larissa in einer Gemischtpraxis im Berchtesgadener Land. Zeitgleich entwickelte sie eine Liebe fürs Schreiben.

Deshalb hat sie Ende 2022 die Lambda Wortmanufaktur als spezialisierte Textagentur für Tiermedizin, Medizin und Tiertexte gegründet.

 


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